Heublumenkäse, Melone & Karreespeck-Chips
Melone mit Schinken kennt jeder. Diese Version kommt aus den Bergen — und sie schmeckt, als wäre die Idee hier erfunden worden.

Was auf den Teller kommt
Pro Person: vier Spalten reife Cantaloupe- oder Zuckermelone, 50 g Zillertaler BergSenn Heublumenkäse in hauchdünnen Scheiben — am besten mit dem Sparschäler abgezogen — und vier Scheiben Karreespeck, die bei 160 °C rund acht Minuten im Ofen zu knusprigen Chips werden.
Anrichten ist schnell erklärt: Melone legen, Käsescheiben darüber drapieren, einen Chip anlehnen. Dann ein Tropfen Honig — nicht mehr — und ein paar Pfefferminzblätter obenauf.
Der Käse, der alles zusammenhält
Den Heublumenkäse vom Zillertaler BergSenn kennt man an seiner Rinde: außen ein Kranz getrockneter Wiesenblumen, innen crèmefarben und mild. Mit dem Sparschäler abgezogen gibt er sich seidig weich, fast butterig. Der blumige Duft, den er mitbringt, trifft die Süße der Melone genau richtig.
Wichtig: Den Käse mindestens 20 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen. Kalt verliert er seinen Charakter.
Karreespeck als Chip — warum das funktioniert
Karreespeck ist der magerste, feinste Schnitt vom Rücken. Weil er so wenig Fett hat, wird er im Ofen nicht weich, sondern bricht wie Glas — salzig, mit leichter Rauchnote. Diese knusprige Kante ist der Gegenpol zur weichen Melone und zum schmelzenden Käse.
Acht Minuten bei 160 °C, auf Backpapier, einlagig. Danach kurz auskühlen lassen, damit der Chip seine Festigkeit bekommt.
Das Zusammenspiel
Drei Zutaten, drei Rollen: Die Melone bringt Süße. Der Heublumenkäse bringt Blumigkeit und Cremigkeit. Der Karreespeck-Chip bringt die salzige, knusprige Kante. Der Honig bindet das Ganze, ohne zu dominieren. Die Minze ist kein Dekor — sie hebt die Frische der Melone nochmal an.
Das Rezept funktioniert als Vorspeise für zwei, aber auch als leichte Jausn an einem heißen Nachmittag.
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